3 Stufen Der Digitalisierung

Die 3 Stufen der Digitalisierung

Die Digitale Transformation ist ein weites Feld, Effi. Viele Unternehmen fühlen sich schon mit der Dreifaltigkeit aus Website, Email und Excel vollständig digitalisiert. Für wirkliche Digitalisierung ist diese Basis natürlich noch nicht mal der Anfang. Denn nachhaltige Digitalisierung besteht meist aus drei großen Phasen:

  • Services anbieten,
  • Daten sammeln durch sie den Service verbessern,
  • ganz neue Geschäftsmodelle entwickeln.

Wichtig dabei: nicht jedes Projekt muss diese Phasen durchlaufen. Viele Projekte sind bereits nach Phase 1 erfolgreich abgeschlossen. Schauen wir uns die einzelnen Phasen mal im Detail an.

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Phase 1: Kundennutzen durch digitale Angebote schaffen

Der erste und wichtigste Schritt: Digitalen Mehrwert für die bestehende Zielgruppe schaffen. Dies geschieht zum Beispiel über eine (kostenlose) App oder Onlineservice. Wichtig ist im ersten Schritt ist, dass wirklich der Kundennutzen im Mittelpunkt steht. Will man durch alle drei Phasen, ist das Hauptziel (noch) nicht die Monetarisierung, sondern eine möglichst breite Nutzerbasis zu generieren.

Denn nur durch diese kann man genug Daten für die nächsten Schritte generieren. Anschauliche Beispiele für diese Stufe sind zum Beispiel die frühen Versionen von Google Maps oder auch Smart-Home-Apps. Beide bieten dem Nutzer einen klaren uns kostenlosen Mehrwert wie zum Beispiel Navigation oder das bequeme Steuern des Raumklimas von der Couch aus.

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Phase 2: Produktverbesserungen durch Nutzerdaten

In der zweiten Phase geht es darum die generierten Daten zu verwenden, um das eigentliche Produkt zu verbessern. Je nach Anwendung kann dies durch Algorithmen und Machine Learning unterstützt werden.

Das beste Beispiel dafür ist wahrscheinlich Google Maps: Die generierten Daten über das Fahrverhalten der navigierten Nutzer erlaubt Google Maps sehr präzise Zeitangaben für eine Route, Staus und die besten Umfahrungen zu kalkulieren. Die breite Basis und Sammlung von (echtzeit) Nutzerdaten ermöglicht dabei die wahrscheinlich verlässlichsten Prognosen von allen Navis. Beim Smart-Home-Beispiel können die generierten Daten zum Beispiel verwendet werden um automatische und optimierte Profile für die Klimasteuerungen zu errechnen und anzubieten. Ein anderes Beispiel sind die automatisch generierten Playlisten von Spotify.

Wie man an Google Maps deutlich sieht, erlaubt es diese Phase Unternehmen mit ihrem Service einen waren USP zu erzeugen und sich von der Konkurrenz abzuheben. Es ist außerdem eine gute Phase um in die Monetarisierung zu gehen. Zum Beispiel durch Premium Pakete, die Nutzern mehr Optionen erlauben. Vielleicht dediziertes Routing über landschaftlich schöne Strecken bei Google oder Gesundheitsoptimiertes Raumklima beim Smart-Home?

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Phase 3: Datengetriebene neue Geschäftsmodelle

Der finale Schritt ist die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Produkte oder Services basierend auf den generierten Daten. Hierbei gilt: The sky is the limit. Nicht selten werden hier neue Tochterunternehmen oder ganz neue Unternehmenszweige gestartet. Selbstfahrende Autos von Google neue Raumklimageräte mit speziellen Luftfiltern die außerdem automatisch über das Hautklima der Bewohner über deren Smartwatch gesteuert werden. Spotify, das automatisch die Songs an die Konversationen und Stimmung auf einer Party anpasst. Mixed by DJ Äi-Ei quasi.

Zugegeben einige dieser Variante sind durchaus etwas creepy. Aber wie gesagt: hier sind die wirklich neuen, disruptiven Innovationen möglich!

Fazit

Wie Eingangs schon erwähnt, müssen nicht alle Digitalisierungsprojekte oder Unternehmen alle drei Phasen durchlaufen. Im Allgemeinen ist dies aber ein gangbarer Weg der beim Konzipieren einer Digitalisierungstrategie durchaus im Kopf schweben sollte.

Gleichzeitig geht es hier auch viel um Daten-Ethnie. Persönlich sehe ich kein Problem im Sammeln anonymer(!) Daten, wenn sie dazu dienen bessere Produkte und Services zu entwickeln. Gefährlich wird es natürlich dann, wenn sie zu wirklich personenbezogenem Profiling verwendet werden können. Da muss man sich schon Fragen was aus den ganzen TikTok Daten in Phase 3 wird. Bei Facebook und Konsorten ist es ja doch hauptsächlich Werbung.

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